Workshops Körperunzufriedenheit

Viele Menschen fühlen sich in ihrem Körper nicht wohl. Dabei ist schnell die Rede von unrealistischen Schönheitsidealen, mit denen wir uns vergleichen – ein Vergleich, der allzu oft Gefühle von Mangelhaftigkeit hervorruft. Zu verstehen, dass diese Schönheitsideale für die allermeisten Menschen nicht erreichbar sind und schädliche Auswirkungen auf Körperempfinden und Selbstbewusstsein haben, ist ein wichtiger Schritt. Jedoch machen viele Menschen die Erfahrung, dass sie sich trotz dieser Erkenntnis unwohl in ihrem Körper fühlen oder eine kritische Perspektive auf ihren eigenen Körper nicht abschütteln können. Dazu kommt, dass viele Menschen sich nicht wohl fühlen, ohne dass dahinter der Wunsch steht, „schöner“ zu sein. Schlechte Erfahrungen mit dem eigenen Körper sitzen oft tief.

Workshopkonzept

Der Workhop soll eine Gelegenheit bieten, den Bezug zum eigenen Körper zu hinterfragen und besser zu verstehen, sowie Ideen für ein positiveres Körpererleben zu entwicklen. Der Austausch in einer vertraulichen Gruppe vermittelt die Erkenntnis, mit den eigenen Problemen nicht alleine zu sein, und schafft Möglichkeiten, voneinander zu lernen. Viele Menschen haben Hemmungen, über Körperunzufriedenheit und negatives Körpererleben zu sprechen, da ihnen dies oberflächlich oder wie ein Luxusproblem vorkommt. Wissen darüber, wie unsere Kultur unser Körpererleben beeinflusst, welche Bedeutung dem Körper für unser soziales und psychisches Leben zukommt, und weshalb wir bestimmte Bedeutungen und Wertungen mit Körper und Aussehen verknüpfen, hilft, eine neue Perspektive zu entwickeln.

Körpererleben und Geschlecht

Körperunzufriedenheit betrifft Frauen, sowie Personen die geschlechtlichen und sexuellen Minderheiten zugehören, in unserer Gesellschaft mehr als Männer, und das nicht ohne Grund. Jedoch geraten auch Männer zunehmend durch Körperideale unter Druck und können Erlebnissen ausgesetzt sein, die ihren Körperbezug beeinträchtigen. Körpererleben wird daher auch in seiner Verknüpfung mit Geschlecht betrachtet.

Rahmenbedingungen

Der Workshop ist auf kleine Gruppen von 6-10 Personen ausgelegt und braucht eine ruhige, vertrauensvolle Atmosphäre. In einem Zeitrahmen von 4-6 Stunden plus Pausen wechseln sich theoretischer Input, Selbstreflexion und Austausch in der Gruppe ab. Auf besondere Wünsche oder Zielgruppen kann eingegangen werden.